SPD sieht die Verkehrssicherheit des Sandwegs in Straberg gefährdet

(24.04.20 / Fraktion / OV Straberg)
Der Sandweg von Straberg in Richtung Gohr befindet sich – insbesondere am Beginn im Bereich des Parkplatzes an der Waldstraße - in sehr schlechtem Zustand. Die Asphaltierung ist löcherig, es haben sich Vertiefungen mit scharfen Abbruchkanten gebildet, die eine Sturzgefahr für Spaziergänger und Radfahrer darstellen. Das Straberger Ratsmitglied Erich Leitner berichtet: “Ich kenne aus eigener Anschauung einen Fall, wo ein Radfahrer gestürzt ist, weil er so ein Loch übersehen hat. Da muss aus meiner Sicht unbedingt etwas passieren.” Daher fordert die SPD die Verwaltung auf, die Verkehrssicherheit des Sandwegs zu prüfen und etwaige Gefahrstellen zeitnah zu beseitigen.

Die Entsiegelung des Sandwegs, d.h. der Ersatz der schadhaften Asphaltdecke durch eine wassergebundene Decke, ist schon lange Teil der politischen Diskussion in Dormagen. Die planungs- und umweltpolitische Sprecherin der SPD, Sonja Kockartz-Müller erinnert daran: “Bereits im Jahr 2000 war eine Entsiegelung des Sandwegs als ökologische Ausgleichsmaßnahme vorgesehen, die aber nicht umgesetzt wurde. Seitdem verfällt der Weg, der Asphalt löst sich an vielen Stellen auf. Im Juni 2019 entschied der Planungs- und Umweltausschuss einstimmig, eine Entsiegelung des Sandwegs als Maßnahme des Ökokontos nicht weiter zu verfolgen, weil die Kosten in keinem Verhältnis zur ökologischen Aufwertung stehen.”

Trotzdem hält die SPD die Entsiegelung des Sandwegs aus ökologischer Sicht für sinnvoll und bittet die Verwaltung, alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. “Eine Erneuerung der Asphaltdecke des Weges ist unter Naturschutzaspekten im FFH-Gebiet Knechtstedener Busch inakzeptabel, das wird auch parteiübergreifend so gesehen”, so Kockartz-Müller.

Fraktionsvorsitzender Andreas Behncke erinnert an die Bedeutung des Sandwegs als Radroute: “Der Sandweg ist Teil des überregionalen Radwegenetzes der RadRegionRheinland im Rhein-Kreis Neuss (Niederrhein-Route, Euroga-Radroute). Möglicherweise lassen sich über diesen Weg Ansätze für eine Fördermaßnahme zur Finanzierung der Kosten finden.”