Kostenplanung Fechthalle: SPD kritisiert Kreis

(04.03.20 / Fraktion)
„An welcher Stelle haben wir den Knall überhört?“ fragen sich die SPD-Sportausschussmitglieder angesichts der Kostenexplosion zum Bauvorhaben „Neue Fechthalle“, die ihnen zur gestrigen Sitzung des Sportausschuss vorgelegt wurden. „Von der ersten Kosteneinschätzungen über 6,8 Millionen Euro, die im Juni 2019 genannt wurden, auf nunmehr 24 Millionen plus Innenausstattung, plus 30 Prozent ‚Luft‘ – was ist da passiert?“ Der einkalkulierte Prozentsatz der möglichen Förderung durch Land und Bund wurde zeitgleich von „bis zu 80“ auf „65 bis 70 Prozent“ reduziert.

Dezernentin Tanja Gaspers konnte die Frage nicht beantworten – auch sie hat nach eigenen Angaben erst vor kurzem die Bedarfsermittlung des Deutschen Fechter-Bundes und die Zahlen vom Kreis erhalten. Dem Kreissportausschuss wurden die Daten nicht zu den Sitzungsunterlagen, sondern erst in der Sitzung am 17. Februar vorgelegt. „Dabei muss die Entwicklung dem Kreis doch längst im Vorfeld bekannt gewesen sein“, stellt Bärbel Suling, SPD-Sprecherin im Sportausschuss, fest. „Die Unterlagen des Deutschen Fechterbundes, die auf den 22.10.19 datiert sind, zeigen doch deutlich, dass der erste Kostenansatz nicht zu halten ist“ ,so Suling weiter. „Wieso wurden die Mitglieder der Sportausschüsse im Kreis und in Dormagens nicht in ihren November-Sitzungen vorab darüber informiert?“

Aus den vorgelegten Unterlagen geht weiter hervor, dass die o. g. Gebäudekosten mit Stand vom 18. November 2019 ermittelt wurden. „Es ist schon fragwürdig, dass diese Zahlen dann erst im Februar öffentlich auftauchen“, zeigt sich die SPD mehr als verärgert. „Warum hat das bisher niemand hinterfragt?“ Der sportpolitische Sprecher der SPD und Sportausschussvorsitzende Detlev Zenk sagte auch im Namen des gesamten Ausschusses: „Wir wollen die Fechthalle und den Bundesstützpunkt in Dormagen. Die Realisierung des bedeutenden Projekts wird aber durch intransparente Darstellungen nicht gerade erleichtert. Der finanziellen Beteiligung durch die Stadt Dormagen sind sicher Grenzen gesetzt. Deshalb muss alsbald über Einsparpotenzial gesprochen werden.“

„Will der Kreis unter der Leitung des Landrates Hans-Jürgen Petrauschke mit seiner ‚Zurückhaltung‘ weiteren Diskussionen aus dem Weg gehen?“ fragt sich SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Behncke. Schon im Vorfeld hatte es heftige Diskussionen um den Standort der Fechthalle gegeben, die die Dormagener SPD ursprünglich an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule ansiedeln wollte, während der Landrat den Standort Knechtsteden priorisierte.

Da die Stadt Dormagen sich an den nicht förderungswürdigen Kosten beteiligen wird, die nach den aktuellen Einschätzungen des Kreises bei 8,15 Millionen liegen, erwartet die SPD ein offenes Miteinander im Umgang mit den Zahlen und Planungen. „Zudem muss auf jeden Fall über die Höhe des Dormagener Beitrags verhandelt werden“, erklärt Suling. Die CDU-Fraktion hatte schon im September 2019 mitgeteilt, dass diese hälftig von unserer Stadt getragen werden. „Aber dazu gibt es keinerlei Beschluss“, macht Suling abschließend deutlich. „Bis dahin sind noch viele weitere Fragen zu klären.“

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