Das Haus frisst unser Geld – wie man hohen Energiepreisen ein Schnippchen schlägt!

(10.05.06 / )
Mit diesem Thema beschäftigte sich die Veranstaltung der SPD-Fraktion „Alternativen zu Öl und Gas – gut für Umwelt und Geldbeutel“ am 10. Mai. Trotz des schönen Wetters hatten mehr als 50 interessierte Bürger den Weg in die Kulturhalle gefunden. Dipl.Ing. Axel Bendieck von der Delrather Firma SunSYS empfahl insbesondere die Nutzung der Sonnenenergie. „Mit einer Solaranlage von 12 qm Fläche lassen sich bei einem 4-Personenhaushalt in einem Einfamilienhaus pro Jahr etwa 400 l Heizöl einsparen“, sagt Bendieck. Die Anschaffungskosten hierfür betragen 9.000 € (ohne Fördergelder). Nützlicher Effekt: der Umwelt bleiben pro Jahr 1000 kg CO2 erspart. Wird kein Warmwasser benötigt, können Dachflächen auch für eine Photovoltaik-Anlage genutzt werden. Eine solche Anlage produziert Strom, der in das Netz eingespeist wird. Der Energieversorger muss jede Kilowattstunde mit 51,8 Cent vergüten. „Nach 2 bis 6 Jahren hat die Anlage die Energie erwirtschaftet, die zu ihrer Herstellung benötigt wurde“, versichert Bendieck. Die Hersteller garantieren eine Lebensdauer von 25 Jahren. Muss die Heizung modernisiert werden, bietet sich als Alternative eine vollautomatische Holzpellets-Heizung an. Die Preise für Pellets liegen derzeit ca. 30% unter den Preisen für Gas und Öl. Holz ist im waldreichen Deutschland ausreichend vorhanden, ein Engpass für die nächsten Jahre nicht zu erwarten. Neben der Einsparung von CO2 bietet die Holzheizung noch den Vorteil, dass damit Arbeitsplätze vor Ort erhalten oder neue geschaffen werden. Besonders günstig ist die Kombination einer Holzpellets-Heizung mit einer Solaranlage, da der Warmwasserspeicher von beiden Anlagen genutzt werden kann. Wie man die Wärmeverluste eines Hauses durch bauliche Maßnahmen reduzieren kann, berichtete Architektin Elisabeth Sytwala, „je Baujahr und Zustand des Hauses ist dadurch eine Senkung des Energieverbrauchs um 40 bis 80% möglich“. Ungedämmte Ziegelwände, wie sie in älteren Häusern üblich waren, sollten mit einer Außendämmung von 10 bis 14 cm Dicke versehen werden. Dadurch kann die Raumtemperatur von 24°C auf 20°C gesenkt werden. Ein Gebäudecheck, wie er u.a. von der Verbraucherberatung angeboten wird, zeigt, welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind. Investitionen in alternative Energien werden durch unterschiedliche Programme von Bund, Land und Kommunen gefördert. Für die Altbaumodernisierung gibt es sehr zinsgünstige Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Über die derzeit aktuellen Fördermöglichkeiten informierte Jürgen Reith, Leiter des Umweltteams der Stadt. „Falls Sie konkrete Maßnahmen für Ihr Haus planen, beraten wir Sie gerne beim Umweltteam“, bot Reith an. Entsprechende Informationen sind auch bei der Verbraucherberatung erhältlich. Zum Schluss berichtete Manfred Puchelt, Koordinator der Dormagener Agenda 21, über seine Maßnahmen am eigenen Haus. Beim Dachausbau verwendete er einen „intelligenten“ Dämmstoff aus Zeitungspapier. Auf dem Dach produziert eine Photovoltaik-Anlage Strom, eine Regenwassernutzungsanlage versorgt Toiletten, Waschmaschine und Garten mit Wasser. Seit dem letzten Winter besitzt er eine Holzpellets-Heizung. Sein Auto fährt mit Pflanzenöl statt Diesel. „Damit können Sie dann bei Aldi tanken“, versicherte er. Allen Anwesenden empfahl er das Buch von Andreas Schlumberger „ 50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten – und wie Sie dabei Geld sparen“. Heinz Jendrny, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für den Bereich Planung / Umwelt, bedankte sich bei den Referenten mit einem guten Tropfen – natürlich aus dem Weltladen.

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