Junge Stimmen stärken: SPD will neues Jugendparlament für Dormagen auf den Weg bringen
(01.07.26 / Fraktion)Die SPD Dormagen möchte Jugendlichen eine starke Stimme in der Stadtpolitik geben. Mit einem Antrag für die Ratssitzung am 9. Juli fordert die SPD-Fraktion die Entwicklung eines modernen Beteiligungskonzepts für junge Menschen. Ziel ist die Einrichtung eines Jugendbeirates oder eines neu aufgestellten Jugendparlamentes, das Jugendlichen echte Mitgestaltungsmöglichkeiten bietet.
„Wer über die Zukunft Dormagens spricht, muss die junge Generation mit einbeziehen“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Dries. „Jugendliche haben Ideen, Meinungen und klare Vorstellungen davon, wie ihre Stadt aussehen soll. Diese Perspektiven wollen wir stärker in politische Entscheidungen einfließen lassen. Beteiligung darf kein Lippenbekenntnis sein, sondern muss sichtbar und wirksam werden.“
Bereits in der Vergangenheit gab es in Dormagen verschiedene Beteiligungsformate für Jugendliche – darunter ein Jugendparlament und das Jugendforum. Die SPD sieht darin eine wichtige Grundlage, möchte die Erfahrungen aber nutzen, um Beteiligung heute neu zu denken.
„Die Lebenswelt junger Menschen hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert“, erklärt Laurenz Tiegelkamp, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. „Deshalb müssen auch die Wege der Beteiligung zeitgemäß sein. Es geht nicht darum, alte Strukturen einfach wiederzubeleben. Wir wollen gemeinsam mit Jugendlichen ein Format entwickeln, das zu ihrem Alltag passt und ihnen echte Einflussmöglichkeiten eröffnet.“
Der Antrag sieht vor, Schulen, Jugendzentren, Vereine und Verbände frühzeitig in die Entwicklung einzubeziehen. Zudem sollen bestehende Erfahrungen ausgewertet und Vorschläge für eine langfristige organisatorische und finanzielle Absicherung der Jugendbeteiligung erarbeitet werden.
Für die SPD ist die Stärkung der Jugendpartizipation auch ein wichtiger Baustein der Auszeichnung Dormagens als „Kinderfreundliche Kommune“. Während bereits viele Angebote für Kinder erfolgreich umgesetzt wurden, sieht die Fraktion insbesondere bei der Beteiligung von Jugendlichen weiteres Potenzial.
„Demokratie funktioniert am besten, wenn Menschen erleben, dass ihre Meinung zählt“, so Dries. „Gerade bei Themen wie Klimaschutz, Mobilität, Digitalisierung oder Freizeitangeboten haben Jugendliche wertvolle Impulse. Wir wollen, dass sie ihre Stadt nicht nur erleben, sondern aktiv mitgestalten können.“
DarĂĽber hinaus soll geprĂĽft werden, wie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen dauerhaft in der Hauptsatzung der Stadt Dormagen verankert werden kann.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr Mitsprache, mehr Beteiligung und mehr junge Perspektiven in Dormagen“, so Tiegelkamp. „Denn eine Stadt wird besser, wenn diejenigen mitreden können, die ihre Zukunft in ihr gestalten werden.“



















