Nahversorgung stärken, Stadtbild schützen: SPD bringt Konzept für Warenautomaten auf den Weg
(08.07.26 / Fraktion)Warenautomaten gehören inzwischen vielerorts zum Stadtbild. Sie ermöglichen den Einkauf rund um die Uhr und bieten insbesondere landwirtschaftlichen Betrieben neue Möglichkeiten der Direktvermarktung. Gleichzeitig stellen sie Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen. Deshalb beantragt die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Dormagen die Erarbeitung einer Satzung sowie eines Vergabekonzeptes für Warenautomaten im gesamten Stadtgebiet. Ziel ist es, regionale Anbieter zu stärken und gleichzeitig eine geordnete Entwicklung sicherzustellen.
„Warenautomaten sind längst mehr als ein Trend. Sie können einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung leisten und gleichzeitig unsere heimischen landwirtschaftlichen Betriebe unterstützen“, erklärt Michael Dries, Vorsitzender der SPD-Fraktion. „Damit sich diese Entwicklung positiv für Dormagen gestaltet, brauchen wir klare, transparente und rechtssichere Regeln.“
Der Antrag sieht vor, dass die Stadt die rechtlichen Möglichkeiten zur Steuerung von Warenautomaten prüft und eine Satzung entwickelt. Gleichzeitig soll ein Vergabekonzept für Standorte auf städtischen Flächen entstehen. Dabei sollen insbesondere regionale landwirtschaftliche Betriebe und Direktvermarkter bevorzugt berücksichtigt werden.
„Unsere Landwirte produzieren hochwertige Lebensmittel direkt vor unserer Haustür. Diese Vermarktungsmöglichkeiten möchten wir gezielt fördern“, betont Sonja Kockartz-Müller, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. „Wenn städtische Flächen für Warenautomaten zur Verfügung stehen, sollten regionale Anbieter faire und möglichst gute Rahmenbedingungen erhalten.“
Neben der Förderung regionaler Produkte legt die SPD großen Wert auf den Schutz der Wohnqualität. Deshalb sollen bei der Erarbeitung der Satzung unter anderem Fragen der Verkehrssicherheit, des Ortsbildes, der Sauberkeit, möglicher Lärm- und Lichtbelastungen sowie der Kinder- und Jugendschutz berücksichtigt werden. Auch Regelungen für Standorte in der Nähe von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Jugendeinrichtungen sollen geprüft werden.
„Es geht ausdrücklich nicht darum, Warenautomaten zu verhindern“, erklärt Ruben Gnade, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. „Wir wollen ihre Chancen nutzen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie sich sinnvoll in unsere Stadt einfügen. Gute Planung schafft Akzeptanz – sowohl für Anwohnerinnen und Anwohner als auch für die Betreiber.“
Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, ob regionale Direktvermarktungsangebote auf städtischen Flächen besonders gefördert werden können. Die SPD sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der lokalen Wirtschaft, zur Unterstützung der Landwirtschaft und zur nachhaltigen Versorgung der Bevölkerung.
„Wir möchten die Nahversorgung weiterentwickeln, unsere heimischen Betriebe stärken und gleichzeitig ein geordnetes Stadtbild erhalten“, so Dries abschließend. „Mit einer klaren Satzung schaffen wir Planungssicherheit für alle Beteiligten und stellen die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung in Dormagen.“
Foto (SPD) Michael Dries




















