Volles Bürgerhaus beim Maiempfang – Zusammenarbeit, Olympia und Zukunftsinvestitionen im Fokus
(21.05.26 / Stadtverband)Das Bürgerhaus Horrem war beim Maiempfang der SPD Dormagen am 20. Mai 2026 voll besetzt. Zahlreiche Gäste aus Vereinen, Unternehmen, Organisationen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der Sozialdemokraten gefolgt. Im Mittelpunkt des Abends stand eine Podiumsdiskussion mit Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld und dem Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester, moderiert von Detlev Zenk. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Julian Adler.
Bereits vor Beginn der Podiumsdiskussion wurden Lea Lingscheidt und Madina Bayramova vom Bundesstützpunkt Ringen in Dormagen für ihre herausragenden Erfolge bei der U17-Europameisterschaft in Samokov (Bulgarien) geehrt. Beide Athletinnen des AC Ückerath hatten für den Deutschen Ringer-Bund jeweils Bronze gewonnen – Lingscheidt in der Gewichtsklasse bis 53 kg und Bayramova bis 49 kg. Mit der Ehrung wurden ihre sportlichen Leistungen und ihr Einsatz für den Standort Dormagen ausdrücklich gewürdigt.
Im Verlauf des Abends betonten beide Politiker die enge und wichtige Zusammenarbeit zwischen Dormagen und Köln – insbesondere im Bereich der Chemieindustrie. Der Chemiegürtel rund um Köln und Dormagen gehöre zu den bedeutendsten Wirtschaftsstandorten Nordrhein-Westfalens und sei von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Zukunft der gesamten Region. Gerade deshalb sei eine enge interkommunale Zusammenarbeit unverzichtbar.
Bürgermeister Erik Lierenfeld machte deutlich: „Dormagen und Köln sind längst mehr als Nachbarn. Wir sind Teil einer gemeinsamen Zukunftsregion. Gerade bei Infrastruktur, Mobilität, Wirtschaft und Sport müssen Städte heute stärker zusammenarbeiten, statt nebeneinanderher zu denken.“
Großen Raum nahm im weiteren Verlauf die Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr ein. Köln soll dabei als Leuchtturmstadt fungieren, gleichzeitig sei die Bewerbung ausdrücklich als gemeinsames Projekt der gesamten Region gedacht. Dabei wurde deutlich, dass die Bewerbung weit mehr sei als ein reines Sportgroßereignis.
Torsten Burmester hob in seiner Einordnung hervor, dass die Olympia-Bewerbung konsequent unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit stehe. Im Mittelpunkt stehe die Nutzung bestehender Sportstätten sowie eine Infrastrukturplanung, die langfristig Mehrwert für die Menschen in der Region schaffe. Neue Bauprojekte müssten dabei sinnvoll eingebettet und nachnutzbar gestaltet werden. Gleichzeitig könne die Bewerbung erhebliche Investitionen in Verkehr, Mobilität und städtische Infrastruktur in der gesamten Region anstoßen.
Ein großer Vorteil der Bewerbung sei zudem, dass erhebliche Infrastrukturmittel des Bundes in die Region fließen könnten. Davon würden Städte wie Köln und Dormagen gleichermaßen profitieren – etwa bei Verkehrsanbindungen, Mobilität und moderner Infrastruktur.
Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld unterstrich die Chancen für Dormagen und die gesamte Region: „Olympia kann für unsere Region ein echter Modernisierungsschub werden. Wenn Bund und Land in Infrastruktur investieren, profitieren davon die Menschen vor Ort – beim Nahverkehr, bei Sportstätten und bei der Vernetzung unserer Städte.“
Lierenfeld schlug zugleich die Brücke zum Dormagener Sport: „Dormagen ist seit Jahren eine erfolgreiche Sportstadt mit engagierten Vereinen und erfolgreichen Athletinnen und Athleten. Gerade unsere aktiven Sportlerinnen und Sportler brauchen gute Trainingsbedingungen und moderne Infrastruktur. Deshalb ist wichtig, dass nachhaltige Sportförderung und Zukunftsinvestitionen zusammengedacht werden.“
Auch das Ehrenamt spielte beim Maiempfang eine wichtige Rolle. Burmester und Lierenfeld verwiesen auf ihren gemeinsamen Besuch bei der Dormagener Tafel am Nachmittag und betonten die enorme Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Darüber hinaus wurden Fragen der Mobilität und Infrastruktur diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die Schnellbuslinie zwischen Dormagen, Köln und Brühl, die für viele Pendlerinnen und Pendler eine wichtige Verbindung darstellt.
Der Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Dormagen, Carsten Müller, zog am Ende des Abends ein positives Fazit und dankte allen Beteiligten für die gelungene Veranstaltung. Sein besonderer Dank galt den Gästen, den Helferinnen und Helfern, Detlev Zenk für die souveräne Moderation, Julian Adler und Jan Lammert für die musikalische Begleitung sowie Erik Lierenfeld und Torsten Burmester für die engagierte Diskussion und den offenen Austausch.
Foto: (v.l.n.r.) Carsten Müller, Katja Creutzmann, Erik Lierenfeld, Torsten Burmester, Heinz Hilgers, Tina Lang, Mathias Junggeburth und Michael Dries
















